Chronik

Nach dem Inspektionsbericht vom 04.10.1902 durch den Feuerwehr-Verband
 
für die Provinz Hannover wurde die Freiwillige Feuerwehr Egenstedt

am 21.03.1902 von 21 Mitgliedern gegründet:

Thomas Ringe
Heinrich Schenkemeyer
Heinrich Höppner
Edmund Pagel
Franz Kanne
Theodor Bertram
Johannes Beelte
Ferdinand Beuger
Konrad Giele
Karl Deister
Thomas Helmes
Johannes Ludewig
Engelbert Lampe
Joseph Ringe
Heinrich Meyer
Joseph Beelte
Heinrich Hostmann
Franz Fischer
Edmund Höppner

 

Wehrgeschichte

In der Wehrgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Egenstedt blicken

wir auf  eine über 100 jährige ereignisreiche Geschichte zurück,

die durch die beiden Weltkriege auch ihre Schattenseiten hatte.

Aber die Kameraden der FF Egenstedt mussten und haben sich

immer wieder den neuen Herausforderungen angepasst.

Dieses waren nicht nur die Brandbekämpfung, sondern es wurden

durch die Industrialisierung immer größere Anforderungen an die

Kameraden gestellt, die nur durch ständige Schulungen und

Lehrgänge zu bewältigen waren.


 

Gruppenfoto zum 50-jährigem Bestehen  1952
 

 


Neben vielen kleineren und mittleren Brand- und Hilfeleistungs-

einsätzen wurde die FF Egenstedt am 25.06.1959 zu ihrem größten

Schadenfeuer in Egenstedt gerufen,  auf dem Hof Thomas Ringe

fielen Stall und Scheune den Flammen zum  Opfer , das Wohnhaus

konnte Dank dem Einsatz vieler auswärtiger Wehren gerettet werden.

Auch wurde die Egenstedter Wehr zu mehreren verschiedenen

nachbarschaftlichen Löschhilfen gerufen, wie z.B. Großbrände bei der

Firma Fuba in Bad Salzdetfurth am 21.09.1963, die Domäne in

Marienburg am 16.08.1973. Aufgrund eines Wassernotstandes

pumpten die Kameraden mit den Nachbarwehren Itzum und Lechstedt

am 25.08. und 05.09.1973 Wasser aus Engelkes Brunnen über Lange

Wegestrecke zum Hochbehälter Egenstedt.

Am 01.03.1974 trat die Gebietsreform in Kraft, die für unsere

Freiwillige Feuerwehr Veränderungen brachte. Die 4 bis dahin

eigenständigen Wehren schlossen sich zu der neu gebildeten

Gemeindewehr Diekholzen zusammen.

Am 14.06.1977 wurden die Kameraden zu einem Einsatz nach einem

schweremWolkenbruch nach Barienrode gerufen, um dort überflutete

Keller und Garagen auszupumpen und von Schlamm zu befreien.

Zu einem Waldbrand in Diekholzen rückten die Kameraden am

18.09.1982 aus. In der Nacht vom 16. / 17.05.1988 sind die

Kameraden zu einem Wohnungsbrand nach Röderhof auf das Gut

Marheineke gerufen worden, wo mit der Unterstützung derWehren aus

Söhre und Barienrode der Schaden auf die Wohnung eingegrenzt

werden konnte.


Gruppenfoto zum 100-jährigem Bestehen 2002

Gruppenfoto zum 100jährigem Bestehen 2002

 


Der Sturm Kyrill am 19. Januar 2007 rief auch unsere Kameraden,

eine große Buche versperrte die Zufahrt zur Heimstatt Röderhof,

mit der Ortswehr Söhre und dem Einsatz von Heinrich Marheineke

mit einem Traktor konnte die Straße wieder freigeben werden.

Vom 29. September bis 01. Oktober hielt das Hochwasser den

gesamten Landkreis Hildesheim in Atem, es wurde Katastrophenalarm

ausgelöst, wir verzeichneten für dieses Wochenende insgesamt

6 einzelne Einsätze!


Heute zählt die Freiwillige Feuerwehr Egenstedt 129 Mitglieder:

32 Aktive, 85 Fördernde und 12 Alterskameraden. Drei Mädchen und fünf Jungen

sind in der Jugendfeuerwehr Söhre.


 

Die Führung der FF Egenstedt von 1902 bis heute:

 

  • von  1902   bis  1934 Hauptmann  Thomas Ringe

  • von  1934   bís  1937 Hauptmann  Heinrich  Schenkemeyer

  • von  1937   bis  1957 Hauptmann  Thomas Ringe

  • von  1957   bis  1969  Gemeindebrandmeister  Rudolf  Engelke

  • von  1969   bis  1973  Gemeindebrandmeister  Johannes Deister

  • von  1973   bis  1974  Gemeindebrandmeister  Heinrich Marheineke

  • von  1974   bis  1999  Ortsbrandmeister  Heinz Josef Schenkemeyer

  • von  1999   bis  heute  Ortsbrandmeister  Michael Meyer